Bikram Yoga, Bali, Indonesien

Yoga..Seit wann ist das ein Sport?

Sport bedeutet Schwitzen, Auspowern und Muskelkater als Zeichen von Effektivität so lautet oft die gängige Meinung. Aber Yoga? Wie kann denn Yoga diese Vorstellungen erfüllen? Bikram Yoga kann das ohne Probleme.

Wovon spreche ich hier eigentlich?

Jeder, der Bikram Yoga schon einmal ausprobiert hat, weiß, dass es nicht nur eine Sportart ist, sondern fast eine Lebenseinstellung. Bikram Yoga ist brutal anstrengend und fordert physisch und psychisch heraus. Bei durchgehend 40 Grad Raumtemperatur wird jeder einzelne Muskel gestreckt, gedehnt und angespannt. Eine Klasse dauert 90 Minuten und besteht aus einer stehenden und einer liegenden Serie. Der Kurs beginnt und endet mit einer Atemübung. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, Bikram ist für jedes Level geeignet, weil die einzelnen Übungen einen großen Spielraum haben. Wir können in der Anfangsposition verharren, an dem gestreckten und angespannten Bein arbeiten oder bei Erfolg schon weitergehen und das zweite Bein in die Luft strecken.

Vor einigen Jahren ging ich zum ersten Mal mit meiner besten Freundin nach Altona (Hamburg) ins Bikram Yoga Studio. Sie hasste die Savasannas (20 Sekunden auf dem Rücken liegen und entspannen als Pause in der liegenden Serie) und ich liebte sie. Diese Art von Yoga ist für jeden Menschen ein individuelles Erlebnis.

Es bleibt aufregend

Jeder Tag ist anders. Mal denke ich „Wow, ich könnte noch eine Klasse absolvieren“ und am nächsten Tag denke ich dann „Oh mein Gott, ich muss mich übergeben und mir ist schwindelig“. Nicht selten verfluche ich auf einmal mein ganzes Leben, hasse meinen Körper und den Lehrer. Warum ich immer wieder komme? Weil ich extrem ehrgeizig und stur bin. Mein Körper fühlt sich besser an, elastischer. Ich schlafe besser, weil ich kaputt bin. Es dauerte eine lange Zeit, bis ich begann mich kontinuierlich zu verbessern.

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Jeden einzelnen Tag…

Schließlich fliege ich für einen Monat nach Bali, Indonesien. Einen Monat gehe ich jeden Morgen zum Bikram. In meinem Kopf gibt es die Option „Nicht-Hingehen“ nicht. Auf Bali gibt es ein paar sehr gute Schüler und ein paar Urlauber, die es zum „Spaß“ machen. Ich stehe dazwischen. Wahrscheinlich ist es das, was mich so ehrgeizig macht. Ich will, dass die Lehrer mich ernst nehmen. Beim Yoga geht es nicht ums Vergleichen, sondern um das eigene Gefühl, den Fokus und die Spannung. Dennoch fällt es mir noch immer schwer, meine Konzentration ausschließlich auf meinen Körper zu fokussieren.

Während ich täglich zur Bikram Klasse ging, fühlte mein Körper sich anders an, irgendwie ausgemergelt. Aber es war ein gutes Gefühl, so gut, dass ich dafür jeden einzelnen Tag mit meinem Motorroller von Canggu nach Kerobokan fuhr. Bikram Yoga begann eine Sucht zu werden, die nur mit großer Kraft unterbrochen werden konnte.

Habt ihr Fragen zu meinen Erlebnissen oder möchtet wissen, welche Bikram-Studios ich in Deutschland und Österreich empfehle, fragt mich gerne in den Kommentaren. Einen Bericht über eine andere typische Bali-Sportart hier.

Welcher Sport hat euch zu enormer Disziplin und Kontinuität gebracht? Was sind eure Erfahrungen mit Bikram?

1 Kommentar

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