Muay Thai, Phuket, Thailand

Thailand. Das Land in dem Kickboxen ein sehr populärer Sport ist. Das Land, das die besten Kickboxer der Welt ausbildet. Das Land, in dem das Tiger Muay Thai Trainingslager ist.

Mitten in der Nacht fährt mich ein Taxifahrer von Phukets Flughafen in ein Martial Arts Training Camp. In das Tiger Muay Thai Kickboxcamp. Ein bedrohlich wirkender Ort. Ich rede mir ein, die Dunkelheit sei Grund für die fremde und beängstigende Atmosphäre.

Doch auch die kommenden Tage habe ich großen Respekt. Die Trainer sind streng und die Trainierenden wirken, als ob sie in ihrer eigenen Welt leben. Bei ihrem Training zuschauen bzw. zuhören ist bedrückend. Meinen Weiterflug lege ich auf zwei Tage früher und buche zwei Nächte in einem luxuriösen Hotel. Ich bilde mir, wie schon so oft, ein, dass das innere Wohlbefinden abhängig ist von meinem Umfeld.

Falsche Entscheidung? 

Ausblick auf den Big Buddha

Sieben Tage später bereue ich schließlich mein vorschnelles Handeln. „Tiger Muay Thai bietet viel mehr als hartes, emotionsloses Boxtraining. Dienstags steht der „Big Buddha Run“ an. Ein anstrengender Lauf mit atemberaubendem Panorama. Exkursionen um Treppenläufe zu absolvieren und Challenges am Strand finden mit aller Regelmäßigkeit statt. Meine persönliche Lieblingsklasse ist der Crossfitkurs. Im Team werden verschiedene Übungen ausgeführt bzw. Lauf-„Pausen“ eingelegt. Der Schweiß läuft und die Herausforderung ist groß. Beim Yoga morgens schlafe ich eher ein, als dass es mir Spaß bereitet. Es fordert mich nicht und ich absolviere es nur, weil es gut für die Muskeln ist.

Andere Kultur, andere Sitten

Oft werde ich gefragt ob ich Angst hatte. Ich, als Mädchen allein in ein Muay Thai Camp nach Thailand. Natürlich hatte ich Angst. Naja.. Tatort schauen macht mir zwar noch mehr Angst, aber ja, ich hatte Angst. Zu sagen, dieses Angstgefühl ist unnötig, werte ich als falsch. Eine Prise Angst tut gut. Mein Ziel war es schließlich, Neues zu lernen, auf sportlicher Basis und auf emotionaler. Angst macht vorsichtig und vor allem aufmerksam. Ich kenne Thailand, sehr gut sogar. Die Vergewaltigungsrate ist sehr niedrig und trotzdem muss man ein paar Regeln beachten. Das Wichtigste ist, dass Familiengeschichten ausschließlich die Familie etwas angeht. Wird eine Frau von ihrem Mann auf offener Straße angeschrien und an die Wand gedrückt, duldet das sogar ein Polizist. Ich bin froh, dass ich auf einem Roller in dichtem Verkehr stand und es unmöglich für mich war einzugreifen. Es wäre nicht gut für mich ausgegangen.
Lernen wir die thailändische Kultur zu akzeptieren, können wir ohne Bedenken auch alleine in einem Boxcamp leben.

Ich lerne interessante und liebenswerte Menschen kennen. In meinen Kursen sind oftmals Urlauber, die wie ich auf der Suche nach Sport auf Reisen sind. Der Respekt vor den professionellen Boxern bleibt. Sie fokussieren einen Sport, der aggressiv und skrupellos ist. Ihre Ausbildung beeindruckt mich, doch das Besuchen der Kämpfe werde ich meiden.

Bildergalerie:

Was haltet ihr von Kickboxen insbesondere dem Hype in der thailändischen Kultur? Kennt ihr andere Martial Arts Camps, die ihr empfehlen könnt?

2 Kommentare

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