Surfen, Berawa, Indonesien

Nach meinen zwei Wochen Phuket (siehe Muay Thai, Thailand)war ich dementsprechend ausgelaugt. Ich „gönnte“ mir eine Nacht und einen Tag in einem atemberaubenden Hotel in Sanur, Bali. Auch dort war ich nicht wirklich glücklich und erwartete nur das Schlimmste. Ich saß also in der Lobby, wartete darauf, abgeholt zu werden und zum Surfcamp nach Berawa gebracht zu werden. Es würde gleich ein komischer Mann kommen mit einem schrottigen Auto oder vielleicht auch nur einem Moped. Ich war mir sicher, ich würde mich gleich unwohl fühlen.regent-1-travel-sport-repeat

Plötzlich kam ein Butler und wies mich darauf hin, dass mein Abholdienst eingetroffen war. Ich stiefelte die ellenlange Lobby hinunter, verließ mein gemütliches Sofa, entflog dem Augenblick und atmete tief durch.

So begann mein Leben perfekt zu werden. 

Meine Ankunft

Der Hauptsurfguide der Surf WG in Berawa holt mich ab. Er fährt ein großes Auto und hat eine Sonnenbrille mit spiegelnden Gläsern auf der Nase. Er nimmt sofort meine Tasche und lächelt freundlich. Ihm fehlt ein Stück Zahn.

So sitze ich plötzlich neben ihm und frage mich, als ich schon im Auto sitze, ob ich mich vielleicht lieber nach hinten hätte setzen sollen. Omar raucht und isst Fishermans Friends. Er erzählt mir, er könne kaum surfen und sei nur der Fahrer der Surf WG. Wir halten an und kaufen neue Fishermans Friends.
Er ist sehr schweigsam. Ich beginne Schwachsinn zu erzählen. Ich denke, es interessiert ihn alles nicht, doch da habe ich mich getäuscht. Wochen später erwähnt er etwas, was ich auf dieser Fahrt erzählte.

Später erfahre ich so einiges mehr. Ich bemerke, dass Omar durchaus surfen kann und dass er es mir am besten beibringen kann. Ich spreche eigentlich gar nicht vom Surfen direkt, sondern von der Fähigkeit, mit den Wellen umzugehen, wenn man immer und immer wieder heruntergedrückt wird und Panik aufsteigt. Er ist so geduldig und verständnisvoll, wie noch nie ein Mensch zu mir war.

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Das tägliche Surfprogramm kann losgehen 

Die Surf WG rät blutigen Surfanfängern, einen 3-Tages-Kurs in einer Surfschule zu absolvieren. Nachdem ich also die erste Nacht in einem Doppelzimmer mit einem Gecko verbracht habe, bin ich bereit. Das tägliche Surfprogramm kann kommen. Der Anfängerkurs ist absolviert, der Bali-Belly (schreckliche Bauchweh wegen des Ernährungsumschwunges) überstanden.
Mittlerweile fahre ich mit den Guides der Surf WG mit. Zwischen 6 und 7 Uhr morgens geht es jeden Tag in Richtung Meer.

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Am späten Vormittag sind wir zurück und essen Banana Pancakes, Nasi (Reisgerichte) oder Mie Goreng (Nudelgerichte) zum Frühstück. Am Nachmittag geht es wieder ins Wasser.
Nie habe ich gedacht, dass mir ein Surfboard blaue Flecken verpassen kann. Meine Knie, meine Oberschenkel, mein Bauch, praktisch mein ganzer Körper ist übersät von Hämatomen. Ich schlucke Wasser, ich habe Angst. Doch alles lohnt sich für den Moment, auf einer Welle zu stehen. Erfolg macht glücklich, genauso ist es beim Surfen.

Bildergalerie:

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Was sind eure Lieblingssurfspots auf Bali? Wart ihr schon einmal auf Java? Welche Spots könnt ihr in Europa empfehlen? Schreibt mir eure Antworten gerne in die Kommentare.

Mehr Infos zu meiner wunderschönen Bleibe auf Bali findet ihr hier: https://www.surfwg.com/de/

 

 

3 Kommentare

  1. Hi TravelSportsRepeat Mädel,
    ein Interessant geschriebener Artikel, den am Ende weiß ich noch immer nicht, ob dir Surfen nun Spaß macht oder nicht… Es klingt viel mehr danach, dass du dabei leidest, genau wie in dem Thailand Artikel, viel mir geht es schlecht und so!

    Mal ehrlich, hattest du dabei Spaß? Würdest du wieder Surfen gehen?

    • Hey Joe,
      Danke für das Lob :)! Na sicher bringt mir surfen Spaß. Fängt man mit einer neuen Sportart an, ist es klar, dass es nicht sofort super läuft. Aber wie im Artikel beschrieben, jeder einzelne blaue Fleck hat sich gelohnt für die Momente, wenn ich eine Welle bekommen habe. Und ja, ich gehe definitiv wieder surfen.
      Das Kickboxen in Thailand ist mir wirklich zu brutal. Das Sportprogramm drum herum finde ich jedoch top.
      Liebe Grüße, Johanna

  2. Hi Johanna,
    danke für deine ehrlich Antwort. Ist mir in den Artikel einfach nicht so bewusst geworden. Na dann freue ich mich auf den nächsten Artikel über’s Surfen 😉

    Grüße,
    Joe

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